Während eines Klinikaufenthalts hatte Anne R. Langeweile und fing wieder an zu häkeln. Bereits in der Grundschule hatte sie ihr Talent dafür entdeckt, sodass sie positive Erinnerungen an das Handarbeiten hat. Die Robbe war ihr erstes anspruchsvolleres Projekt. Anne R. recherchierte im Internet nach Mustern. Bei der Farbauswahl wich sie von der Vorlage ab, weil sie erstens die blaue Wolle noch zu Hause vorrätig hatte und zweitens ein Abweichen vom Original als origineller empfand. Die Robbe wird im Zimmer von Anne R. auf dem Bett aufbewahrt und ist sozusagen ein Kuscheltier. Generell verschenkt Anne R. auch oft Selbstgemachtes - die Robbe allerdings ist für sie zu bedeutend, als dass sie sie weggeben könnte. Damit verbindet sie ein persönliches Erfolgserlebnis, bei dem sie ihren eigenen Perfektionismus überwand.
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